Nachdem wir 2023 durch einen gebrochenen Mittelhandknochen unseres Sicherungstauchers in die Knie gezwungen wurden, konnten wir dieses Jahr Mission Geisternetze 2.0 nachholen. Zielgebiet der Mission war die Ostsee bei Rügen.
Da uns ein starker Ost-Wind am ersten Tag die Ausfahrt unmöglich gemacht hat, haben wir die Zeit effizient genutzt und stattdessen den alten Fischerhafen von Sassnitz von Müll befreit. Uns ist es gelungen, knapp 500 kg Müll zu bergen. Trotzdem mussten wir unzählige alte Fischernetze, Autoreifen und Plastikmüll zurücklassen. Das können wir aber nicht auf uns sitzen lassen! Die Positionen der Netze sind eingespeichert und wir werden wiederkommen.
An den darauffolgenden Tagen konnten wir unsere eigentliche Mission fortsetzen. In einer der anstrengendsten Geisternetz-Bergungen, die Robert jemals erlebt hat, haben wir 800 m² Schleppnetz geborgen, das in einer tonnenschweren Ankerkette und weiterem Metallschrott verheddert war.
Genau in diesem Netz hatte sich zuvor bereits eine Kegelrobbe verheddert und ist qualvoll ertrunken. Dieser Unfall verdeutlicht die Gefahren von Geisternetzen für die Tiere. Die alten Netze treiben hunderte von Jahren in den Meeren umher und fangen Tiere ein, die sich in der Struktur der Netze verfangen und sterben. Durch die Kadaver werden weitere Tiere angelockt und es entsteht eine Todes-Spirale, die unaufhörlich Tiere fängt.
Ergebnisse
- 1,1 t Müll aus dem Meer geborgen
- 800 m² Geisternetze entfernt
Mehr Infos
www.missionerde.de
www.ocean-heroes.net



